Dienstag, 24. April 2018
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Jahreshauptversammlung 14.01.2018

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Jahreshauptversammlung der FF Gmünd

Josef Füller sen. für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Innernzell. Die Jahreshauptversammlung stand heuer ganz im Zeichen von Ehrungen verdienter Mitglieder und von Beförderungen. So wurde der Ehrenkommandant Josef Füller sen. für seine 60-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet und Georg Holler sen. erhielt für seine langjährige aktive und passive Dienstzeit die goldenen Ehrenamtskarte des Landkreises Freyung-Grafenau. Thomas Weber wurde zum Oberlöschmeister, Katharina Bildl, Nico Simeth, Andreas und Irena Gräbner zu Feuerwehrfrau, bzw. -mann befördert. Sonja Füller wurde für 10 Jahre aktiven Dienst geehrt.

Vorstand Michael Halser konnte dazu die Ehrengäste, Ehrenkreisbrandinspektor Michael Fleck, Kreisbrandmeister Josef Füller und Bürgermeister Josef Kern, sowie die Fahnenmutter Maria Krammer begrüßen. Entschuldigt hatten sich KBR Norbert Süß und KBI Thomas Thurnreiter.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder – am 01.09.2017 war Hilda Sigl im Alter von 83 Jahren verstorben - ließ der Vorstand das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren. Die Mitgliederzahl hatte sich zum Vorjahr wieder leicht gesteigert von 104 auf 107. Erfreulich war, dass fünf neue Mitglieder als Aktive in den Verein eintraten, ein Mitglied ist weggezogen und deshalb ausgetreten. Von den Vereinsangehörigen waren im letzten Jahr 33 Personen, 23 Männer und 10 Frauen, als Aktive tätig.

Weiterhin berichtete der Vorstand von verschiedenen Veranstaltungen, die die Wehr organisiert hatte, wie Wasservögelsingen, Christbaumfeier, Nikolausbesuche und natürlich der Hoagarten, der nun bereits zum 23. Mal abgehalten worden war. Das vereinsinterne Zelt konnte, wie im letzten Jahr auch, insgesamt fünf Mal verliehen werden. Der Gewinn daraus, sowie die anderen Einnahmen aus Spenden und Veranstaltungen werden für den Unterhalt der Feuerwehr verwendet. Das alljährliche Treffen der „Feuerwehrsenioren“ fiel leider aus, da die Betreiber der angedachten Lokalität aus Kapazitätsgründen kurzfristig abgesagt hatten. Auch der Kassenbericht, der von Julia Krammer vorgetragen und von den Kassenprüfern Christian und Florian Kölbl ohne Beanstandungen zuvor geprüft worden war, fiel positiv aus, worauf die Vorstandschaft auch entlastet wurde. In diesem Zusammenhang dankte der Vorstand allen Mitgliedern für ihre tatkräftige Mitarbeit und den Gemeindebürgern für ihre großzügige Unterstützung.

Kommandant Norbert Füller berichtete über 13 Übungen, 7 Einsätze und 3 Atemschutzübungen. Bei den Einsätzen handelte es sich um einen Fehlalarm, drei Verkehrsunfälle, zwei technische Hilfeleistungen und eine Sicherheitswacht. Über die Übungsteilnahme zeigte er sich zufrieden, sie könnte aber noch etwas besser sein. Im Schnitt nahmen 12 Aktive an den Übungen und 11 bei Einsätzen teil. Insgesamt waren 543 Stunden Dienst geleistet worden.

Besonders gut besucht war die Einweisung in den Digitalfunk, an dem 21 Aktive teilnahmen.

Thomas Weber nahm am Zugführerlehrgang an der Feuerwehrschule in Regensburg erfolgreich teil.

Weiterhin wurde in Absprache mit der Feuerwehrführung und der Gemeinde ein Türöffnungssatz angeschafft, zudem wurde ein Alarmmonitor im Gerätehaus installiert, auf dem bei Einsätzen sofort der Ort und die Art des Einsatzes ersichtlich ist.

Kdt. Füller bedankte sich besonders bei der Mannschaft für die überaus große Teilnahme an Festlichkeiten, bei denen immer sehr viele Teilnehmer waren und ein imposantes Bild in den Festzügen darstellten.

Ein besonderer Dank ging an Thomas Weber, der die Installation des Alarmmonitors angeregt und auch selbst durchgeführt hatte.

Kreisbrandmeister Josef Füller beglückwünschte zunächst die Geehrten zu ihren Auszeichnungen, bzw. Beförderungen. Weiterhin mahnte er an, die Mitgliederwerbung, insbesondere den jungen Nachwuchs, nicht zu vernachlässigen und die Übungsteilnahme hochzuhalten. Im Landkreis gab es 2017 ca. 2300 Allarmierungen, was statistisch gesehen, 6 pro Tag entspräche. Dies war im letzten Jahr vor allem dem Sturmtief „Kolle“ zuzuschreiben. Auch die Ausrichtung der „Drei-Länder-Übung“ am Dreisessel war mit erheblichem Material- und Personalaufwand verbunden gewesen. Daneben wies er auf die seit dem 01.01.2018 geltende Rauchwarnmelderpflicht hin und auf die sinnvolle Anhebung des „Aktivenalters“ auf 65 Jahre, die nun endlich im Feuerwehrgesetzt verankert wurde.

Die Sturmkatastrophe hatte auch gezeigt, dass die Auslastung von Mensch und Technik in der ILS bei solch landkreisübergreifenden Schadensereignissen an ihre Grenzen gestoßen waren. Deshalb denke man daran, bei den Landratsämtern „Kreiseinsatzzentralen“ zu installieren, ähnlich wie die früheren Nachalarmierungsstellen, um bei künftigen Katastrophen besser gewappnet zu sein.

Ehrenkreisbrandinspektor Michael Fleck bedankte sich für die Einladung und betonte auch die Wichtigkeit der Übungsteilnahme und den Zusammenhalt in der Wehr.

Bürgermeister Josef Kern bedankte sich ebenfalls bei den Aktiven für die geleistete Arbeit und betonte, dass es von Seiten der Gemeinde auch jede erforderliche Unterstützung für die Freiwilligen Feuerwehren geben werde, die sinnvoll und vertretbar ist. Ein besonderer Dank ging an KBM Füller, der nun schon seit über zwei Jahrzehnten dieses Amt ausübe, aus der Gmünder Wehr stamme und bereits in jungen Jahren diese verantwortungsvolle Tätigkeit übernommen habe.

Die Jahreshauptversammlung wurde mit einem gemütlichen Teil beendet.

 

Vordere Reihe: 

Bildl Katharina, Fahnenmutter Maria Krammer, Sonja Füller, Georg Holler, KBM Josef Füller, 1. Vorstand Michael Halser, Ehrenkreisbrandinspektor (EKBI) Michael Fleck

Hintere Reihe: 

Thomas Weber, 2. Kdt. Reinhard Loibl, 1. Bgm. Josef Kern, 1. Kdt. Norbert Füller

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